Im Herbst 1955 ging der Verein aus dem im Jahre 1923 gegründeten Gartenbau- und Kleintierzüchter-Verein Hillerheide hervor. Der damalige Vereinsvorsitzende war August Schreiber. Der neue Verein bekam den Namen „Bergmannssonne“, den er bis zum heutigen Tage unverändert trägt. Der Vorgängerverein besaß zum großen Teil nur „Grabeland“ am heutigen grünen Platz, gepachtet vom Lokführer Korte, dessen Familie noch heute dort wohnt. Als die Wohnbauten dort gebaut wurden, musste Ersatzland geschaffen werden. Das Gelände der heutigen Gartenanlage stellten die damalige Bergbauaktiengesellschaft Ewald-König-Ludwig in Herten und die Stadt Recklinghausen zur Verfügung. Unsere damaligen Verhandlungspartner waren Bergwerksdirektor Mugrauer für die Zechenverwaltung und Gartenbaudirektor Hecker für die Stadt Recklinghausen.
Das Kleingartengelände befindet sich in zentraler Lage Recklinghausens. In der Nähe der Trabrennbahn, im Viereck Blitzkuhlen-, Alte Grenz-, Berghäuserstr. Und der Autobahn A2. Als Naherholungsgebiet ist die Kleingartenanlage sehr beliebt. Nicht nur bei den Einwohnern des Stadtteils König-Ludwig/Röllinghausen, sondern auch bei den Angestellten der anliegenden Firmen. Die öffentlichen Wege in der Anlage als auch die unmittelbare Umgebung werden von den Kleingärtnern auf eigene Kosten gepflegt, sodass der Stadt diesbezüglich keine Kosten entstehen. Die meisten Spaziergänger wissen das zu schätzen und verhalten sich entsprechend. Raudies sind eher die Ausnahme.
Das Vereinsheim wurde unter der damaligen Vereinsleitung Rudi Treffers in Eigenleistung der Mitglieder erbaut. Der Bau wurde 1962 fertiggestellt und eingeweiht. Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Vereinsheim zweimal durch Brandstiftung stark beschädigt. Der Sachschaden war jedes Mal erheblich. Auch die Vandalismusschäden in den einzelnen Gärten machen den Kleingärtnern erhebliches Kopfzerbrechen. Die Versicherung tritt leider nicht für alle Schäden ein.
Bevor aber nun das Vereinsheim benutzt werden konnte, diente ein ausrangierter Straßenbahnwagen der Vestischen als Versammlungsort. Die Firma Tillmann transportierte den Wagen und stellte diesen dann auch auf. So wurde dann auch die Vereinskasse durch diese Unterstützung von Ebbe und Pleite verschont.
Unter neuer Vereinsführung durch Ewald Karpa standen wieder neue Probleme zur Lösung an. 1978 wurde die „Neuanlage“ mit 36 Parzellen eingerichtet. Es entstanden jetzt zwei Gartenteile. Der alte Teil und der neue Teil, getrennt durch die Straße „Bergmannssonne“. Dieser Zustand bringt bis zum heutigen Tage Probleme vielerlei Art mit sich. Auch die Verbreiterung der Autobahn A2 war für uns ein Problem. Dieser Baumaßnahme fielen einige Gärten zum Opfer. Wieder musste Ersatzland beschafft werden, was auch gelang. Dann musste um eine Lärmschutzwand an der Autobahn A2 gekämpft werden. Es waren tatsächlich keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Ein Skandal, oder? Kleingärtner verhandeln aber zäh und ausdauernd. Das damalige Autobahnamt Witten hat dann die Lärmschutzwand gebaut.
Nach Überwindung aller Widrigkeiten haben die Kleingärtner nun wieder etwas mehr Zeit zum feiern. So zum Beispiel „Tanz in den Mai“ 1999 und den schon zur Tradition gewordenen „Vatertag“ 1999.
21.03.1999
Eine aktualisierte Chronik folgt in Kürze...